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Im Simulationszentrum des Krankenhauses Düren stehen zwei Simulationseinheiten für Trainingsangebote zur Verfügung. Foto: Krankenhaus Düren

Dürener Gesichter für eine bundesweite Kampagne

Wenn es um die Sicherheit der Patientinnen und Patienten geht, ist kein Engagement zu groß und keine Initiative zu viel. Das ist seit vielen Jahren der Grundsatz im Krankenhaus Düren. Da ist es nur konsequent, dass das kommunale Krankenhaus jetzt vom Aktionsbündnis Patientensicherheit (APS) als Mitglied aufgenommen wurde.

Eine Mitgliedschaft, die die kommunale Klinik sofort mit Leben füllt: Bei der APS-Kampagne „Deutschland erkennt Sepsis“ stehen Vertreter des Krankenhauses im Mittelpunkt einer Videoreihe zur frühzeitigen Erkennung einer Blutvergiftung. Und zum Welttag der Patientensicherheit nutzt die Apothekerkammer als APS-Partner und Veranstalter eines bundesweit angebotenen Webinars ebenfalls die Kompetenz aus Düren.

„Patientensicherheit ist für uns ein überaus wichtiges Thema“, betont Krankenhaus-Geschäftsführerin Kathleen Büttner-Hoigt. „Ich freue mich daher sehr darüber, dass sich unser großer Einsatz nun auch in der Mitgliedschaft im Aktionsbündnis ausdrückt.“ Dass das Engagement des Krankenhauses über die zahlreichen internen Initiativen hinausgeht, unterstreiche die Wertigkeit, die das Thema an der Roonstraße hat.

In gleich drei Videos für die vom Bundesgesundheitsministerium geförderte Initiative „Deutschland erkennt Sepsis“ spielen Teammitglieder des Krankenhauses Düren die Hauptrolle. Die Clips, die auch von einem Dürener Unternehmen (Zientz MultiMedia) produziert wurden, sollen für die hohe Sterblichkeitsrate bei Sepsis sensibilisieren. Mit über 75.000 Sterbefällen ist sie mittlerweile die dritthäufigste Todesursache in Deutschland. „Wenn die Bevölkerung, aber auch wir Mediziner lernen, diese Krankheit noch schneller zu erkennen, können wir das ändern“, erklärt Professor Stefan Schröder, Chefarzt der Anästhesie im Krankenhaus Düren, warum er in einem Video als Unterstützer der Kampagne auftritt.
Mit Svea Nies hat der Chefarzt auch eine seiner Studentinnen für das Projekt gewinnen können. Ebenfalls dabei ist Intensivpfleger Stefan Effertz. Zu sehen sind die Clips unter anderem auf dem YouTube-Kanal des Krankenhauses Düren.


Wie lassen sich bedrohliche Komplikationen durch gefährliche Wechselwirkungen von Medikamenten verhindern? Diese Frage beantworteten Urologe Dr. Guido Breuer und Apothekerin Dr. Elisa Zimmer in ihrem Webinar zum Tag der Patientensicherheit. Unter der Überschrift „Polymedikation des älteren Menschen“ richteten sie den Blick auf das interdisziplinäre Handeln am Beispiel der medikamentösen Therapie des Prostatakarzinoms. „Sehr viele Menschen über 65 nehmen mehr als fünf Medikamente ein – häufig von verschiedenen Ärzten verordnet. Den Überblick darüber zu behalten, was dabei genau passieren kann, ist schwierig. Insbesondere, da es in letzter Zeit immer mehr Krebsmedikamente gibt, was ein Zusammenspiel extrem kompliziert macht“, erklärt Dr. Breuer. „Es ging in unserem Vortrag darum, bei allen Beteiligten den Blick zu schärfen, um Schaden vom Patienten abzuhalten“, ergänzt Dr. Zimmer. Über 300 Teilnehmer nahmen am Online-Seminar teil.


Parallel zum öffentlichkeitswirksamen Engagement für die Patientensicherheit gehen auch die internen Initiativen im Krankenhaus Düren weiter. Dazu gehören unter anderem die wichtige Arbeit des eigenen Zentrums für Infektiologie und Krankenhaushygiene und die vielen Trainingsangebote für Mediziner und Pflegende im Simulationszentrum des Krankenhauses. Dort steht seit kurzem eine zweite Simulationseinheit mit Patienten-Dummy zur Verfügung. Eine weitere Investition des Krankenhauses in noch mehr Sicherheit für die Patientinnen und Patienten.

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