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Anästhesie

Patientensicherheit in der Anästhesiologie - Simulationstraining in der fachärztlichen Aus- und Weiterbildung

Montag, 17 Dezember 2018 10:53

Die tägliche Arbeit in der Anästhesiologie findet in einem komplexen Arbeitsumfeld statt, in dem das zielgerichtete effektive Arbeiten in einem interdisziplinären und multiprofessionellen Team von entscheidender Bedeutung ist. Dabei werden teils kritisch kranke Patienten unter Zeitdruck behandelt. Das Fach der Anästhesiologie hat glücklicherweise in den letzten Jahrzehnten wesentliche Fortschritte in der Patientensicherheit erreicht. Dies ist vermutlich auf modernere Arbeitsplätze, verbesserte Technologien und ein größeres Verständnis physiologischer Zusammenhänge sowie den gezielteren Einsatz von Medikamenten zurückzuführen.

Kompetenzzentrum für Schmerztherapie

Dienstag, 04 Dezember 2018 14:36

Wer zu einer Operation ins Krankenhaus Düren kommt, der kann sich auf eine professionelle und individuell angepasste Schmerztherapie verlassen. Das hat der TÜV Rheinland der kommunalen Klinik nun erneut bestätigt. Die Akutschmerztherapie des Krankenhauses wurde zum dritten Mal zertifiziert. Der TÜV Rheinland bescheinigte der Klinik an der Roonstraße, alle Voraussetzungen dafür zu bieten, dass es den Patienten rund um eine Operation gut geht. 

8. Dürener Schmerztag: Jeder Schmerz ist echt

Montag, 22 Oktober 2018 10:56

Kommunikatives „Handwerkszeug“ zum multiprofessionellen Umgang mit schmerzbelasteten Patienten

Gerade noch hat man voll Elan den Spaten zum Abschluss in die Erde gestoßen und sich an der Vollendung des Gartenprojektes erfreut, als ein extrem starker Schmerz der weiteren Aktivität ein Ende setzt. Schulter oder Rücken sind so schmerzempfindlich, dass der Arztbesuch notwendig wird.
Dieses Szenario steht häufig am Beginn der Schilderung eines Patienten, der auch nach vielen Wochen und Behandlungen unterschiedlichster Fachdisziplinen unter Schmerzen leidet und dies auf die Gartenarbeit schiebt. Die Schmerzen sind stärker und intensiver geworden, die Verzweiflung des Patienten über die erfolglose Behandlung nimmt ebenso zu - ein Teufelskreis, aus dem nur schwer auszubrechen ist.
Spätestens an diesem Punkt können Schmerztherapeuten ansetzen, Fachärzte z.B. der Anästhesie, Neurologie oder Orthopädie, die sich in Zusammenarbeit mit anderen medizinischen Pflegeberufen der ursächlichen Probleme, die zu den Schmerzen geführt haben, annehmen, wenn konventionelle Therapien nicht erfolgreich sind. Sie gehen von einem bio-psycho-sozialen Ansatz aus, d.h. dass körperliche, soziale und seelische Aspekte den Schmerz beeinflussen, hervorrufen und auch unterhalten können. Mehr als 12 Millionen Deutsche leiden unter chronischen Schmerzen, viele von ihnen haben jahrelange Odysseen bei Ärzten und Therapeuten hinter sich und die Diagnose, „körperlich sei alles in Ordnung“. Besonders belastend ist für sie die Unterstellung zu simulieren, sich den Schmerz einzubilden, doch wie kann ihnen geholfen werden?

Antibiotika zielgerichtet und sparsam einsetzen

Montag, 09 Juli 2018 13:46

Unkontrollierter und übermäßiger Einsatz von Antibiotika hat dazu geführt, dass Bakterien zunehmend resistent gegen Antibiotika werden. Gegen manchen Krankheitserreger hat die Medizin deshalb nur noch wenige oder im schlimmsten Fall gar keine Mittel mehr. Die Weltgesundheitsorganisation betrachtet die zunehmende Resistenzentwicklung als eine Bedrohung für die Menschheit. Um dieser Bedrohung entgegenzuwirken, verpflichtet das Infektionsschutzgesetz Krankenhäuser zu einer „rationalen Antibiotikaverordnung“. Der Fachbegriff dafür ist Antibiotic Stewardship (ABS). Um die Frage, wie und warum das ABS in der Intensivmedizin zu fördern ist, ging es jetzt beim 5. Dürener Workshop Infektiologie des Krankenhauses Düren, der wieder vom dortigen Zentrum für Infektiologie und Krankenhaushygiene (ZIK) und der Anästhesieabteilung veranstaltetet wurde. 

Tauchärztliche Ausbildung mit Knowhow aus Düren

Freitag, 15 Juni 2018 09:24

Im Ernstfall treffen bei einem Tauchunfall unterschiedliche Rettungs- und Bergungsorganisationen aufeinander. Die noch bessere Vernetzung dieser Organisationen stand jetzt bei einer Fortbildungsveranstaltung für Ärzte im Vordergrund, die vom Zentrum für hyperbare Sauerstofftherapie (HBO) und Tauchmedizin der Euregio Aachen in Zusammenarbeit mit dem Krankenhaus Düren angeboten wurde. Schnelles, überlegtes Handeln, die vorhandenen Ressourcen sinnvoll nutzen und die richtigen Kommunikationskanäle wählen: Das waren Kernpunkte des Workshops am Fühlinger See. 

Ein preiswürdiges Lernkonzept 

Mittwoch, 16 Mai 2018 11:58

Für die Entwicklung des innovativen digitalen Lernkonzepts „Klinik-Weiterbildung“ sind die Dürener Medienproduktionsfirma Zientz MultiMedia und das Krankenhaus Düren mit dem „M&K-Award" der Zeitschrift „Management & Krankenhaus“ ausgezeichnet worden. Die Dürener sind 2. Sieger in der Kategorie „IT und Kommunikation“. Auf ihrem Online-Portal können Fort- und Weiterbildungen für Kliniken und medizinische Einrichtungen mit individuellen Inhalten als E-Learning-Kurse angelegt und verwaltet werden. Ziel ist es, medizinisches Pflegepersonal und Ärzte mit eigenen Videos, Fragen und Antworten sowie Downloadmaterial schulen zu können. 

„Wir freuen uns sehr über die Anerkennung dieser Entwicklungsleistung, zu der unser Krankenhaus einen wichtigen Part besteuern konnte“, sagte Krankenhaus-Geschäftsführer Dr. Gereon Blum im Rahmen der Preisverleihung, die „Management & Krankenhaus“-Chefredakteurin Ulrike Hoffrichter im Dürener Krankenhaus vornahm. Dr. Blum dankte der Klinik für Anästhesie und deren Chefarzt Prof. Dr. Stefan Schröder, die sich als „Vorreiter“ im Krankenhaus Düren intensiv mit Fragen der digitalen Vermittlung von Lerninhalten befassen. Diesem Dank schloss sich Winfried Zientz, Inhaber von Zientz Multimedia, an: „Die Zusammenarbeit mit Prof. Schröder und seinem Team war für uns ein Glücksfall, weil wir unser Portal mit den Praktikern vor Ort entwickeln konnten. So konnten wir uns an den tatsächlichen Bedürfnissen und Möglichkeiten im klinischen Betrieb orientieren.“ So entstanden bereits in der Entwicklungsphase von „Klinik-Weiterbildung“ unter anderem Schulungsvideos und digitale Weiterbildungskurse für die Sektion Schmerztherapie unter Leitung von Dr. Stefan Hegemann. Als Projekt zur Implementierung einer Video-basierten E-Learning Plattform in der studentischen Lehre wurden dafür sogar Mittel aus dem Innovationsfond des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft zur Verfügung gestellt.
Für Chefarzt Prof. Stefan Schröder liegt der Nutzen des digitalen Lernkonzeptes auf der Hand: „Wissen hilft, Fehler zu vermeiden und verschafft Kompetenz zur qualitativ hochwertigen Patientenbehandlung. In diesem Zusammenhang müssen Schulungs- und Weiterbildungsmaßnahmen auf die Bedürfnisse und Kompetenzen einzelner Zielgruppen abgestimmt werden. Mit Hilfe von ´Klinik-Weiterbildung` können diese individuellen Anforderungen umgesetzt werden.“
Neben dem Einsatz in der klinischen Fort- und Weiterbildung ermöglicht das digitale Lernkonzept den Krankenhäusern auch, der Unterweisungspflicht ihrer Mitarbeiter nach der novellierten Arbeitsstättenverordnung nachzukommen, ohne die Nachteile wie Arbeitsausfall einer kompletten Abteilung oder Nachschulungsbedarf bei Abwesenheit in Kauf nehmen zu müssen. Im Krankenhaus Düren haben die Verantwortlichen auch die Vorteile von „Klinik-Weiterbildung“ für den Bereich der Pflichtfortbildungen erkannt und bereiten die Nutzung der digitalen Alternative derzeit vor. Für die Klinik steht dies im Zusammenhang mit der Entwicklung eines neuen Krankenhausinformationssystems, mit dem eine komplette Digitalisierung des Krankenhausbetriebs einhergehen soll.