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Dienstag, 31 März 2015 12:30

„Die Skeptiker wurden überzeugt“

Absolventinnen der ersten Teilzeit-Ausbildung erhalten ihre Examensurkunden

„Vor fünf Jahren waren wir die Exoten. Jetzt haben wir ein ungewöhnliches Angebot mit viel Engagement etabliert.“ Heinz Lönneßen, Leiter der Schule für Gesundheits- und Krankenpflege des Krankenhauses Düren und nach eigenem Bekunden „derzeit der stolzeste Schulleiter“, schaute in die Gesichter von 16 jungen Frauen, die etwas bisher Einmaliges vollbracht haben: In einer fünfjährigen Teilzeit-Ausbildung schafften sie den Abschluss zu Gesundheits- und Krankenpflegerinnen. Stolz nahmen die jungen Frauen, größtenteils von ihren Kindern begleitet, aus der Hand von Kreismedizinaldirektor Dr. Norbert Schnitzler ihre Examensurkunden entgegen.
„Wir brauchen alle, die bereit sind, diesen Weg zu gehen“, erinnerte Pflegedienstleiter Peter-Josef Dorn in der Feierstunde im Kongresszentrum an die Intention, mit der am Krankenhaus Düren der erste Teilzeitkurs in der Gesundheits- und Krankenpflegeausbildung der Region gestartet ist. Nur weil die Kindererziehung mit einer „normalen“ dreijährigen Ausbildung für viele junge Frauen nicht vereinbar sei, könne man deren Talent nicht brach liegen lassen. Und so starteten 20 junge Frauen mit Rücksicht auf Kinder und Familie vor fünf Jahren in die Teilzeit-Ausbildung. Fast alle hielten durch, zehn konnten vom Krankenhaus übernommen werden. Die übrigen haben bereits in  anderen Häusern eine Stelle gefunden.

Publiziert in Krankenpflegeschule