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Dienstag, 04 Dezember 2018 14:36

Kompetenzzentrum für Schmerztherapie

Wer zu einer Operation ins Krankenhaus Düren kommt, der kann sich auf eine professionelle und individuell angepasste Schmerztherapie verlassen. Das hat der TÜV Rheinland der kommunalen Klinik nun erneut bestätigt. Die Akutschmerztherapie des Krankenhauses wurde zum dritten Mal zertifiziert. Der TÜV Rheinland bescheinigte der Klinik an der Roonstraße, alle Voraussetzungen dafür zu bieten, dass es den Patienten rund um eine Operation gut geht. 

Publiziert in Anästhesie

Kommunikatives „Handwerkszeug“ zum multiprofessionellen Umgang mit schmerzbelasteten Patienten

Gerade noch hat man voll Elan den Spaten zum Abschluss in die Erde gestoßen und sich an der Vollendung des Gartenprojektes erfreut, als ein extrem starker Schmerz der weiteren Aktivität ein Ende setzt. Schulter oder Rücken sind so schmerzempfindlich, dass der Arztbesuch notwendig wird.
Dieses Szenario steht häufig am Beginn der Schilderung eines Patienten, der auch nach vielen Wochen und Behandlungen unterschiedlichster Fachdisziplinen unter Schmerzen leidet und dies auf die Gartenarbeit schiebt. Die Schmerzen sind stärker und intensiver geworden, die Verzweiflung des Patienten über die erfolglose Behandlung nimmt ebenso zu - ein Teufelskreis, aus dem nur schwer auszubrechen ist.
Spätestens an diesem Punkt können Schmerztherapeuten ansetzen, Fachärzte z.B. der Anästhesie, Neurologie oder Orthopädie, die sich in Zusammenarbeit mit anderen medizinischen Pflegeberufen der ursächlichen Probleme, die zu den Schmerzen geführt haben, annehmen, wenn konventionelle Therapien nicht erfolgreich sind. Sie gehen von einem bio-psycho-sozialen Ansatz aus, d.h. dass körperliche, soziale und seelische Aspekte den Schmerz beeinflussen, hervorrufen und auch unterhalten können. Mehr als 12 Millionen Deutsche leiden unter chronischen Schmerzen, viele von ihnen haben jahrelange Odysseen bei Ärzten und Therapeuten hinter sich und die Diagnose, „körperlich sei alles in Ordnung“. Besonders belastend ist für sie die Unterstellung zu simulieren, sich den Schmerz einzubilden, doch wie kann ihnen geholfen werden?

Publiziert in Anästhesie

Dr. Hegemann ist auf die Behandlung spezialisiert. Zwei Betroffene berichten.

Rückblende ins Jahr 2005: Rolf F. steht mitten im Leben. Er ist Anfang 40, Familienvater. Als Außendienstmitarbeiter einer Versicherung betreut er rund 30 Filialen. Als er an einem Septembermorgen auf seiner Tour vor einer der Filialen sein Auto parkt, ahnt er nicht, dass sein Leben nun eine tragische Wende nehmen wird. Rolf F. steigt aus seinem Wagen und spürt beim Auftreten einen wahnsinnigen Schmerz über der Ferse. Seine Achillessehne ist gerissen. Der Merzenicher kommt ins Krankenhaus. Die Ärzte entscheiden sich für eine konservative Behandlung ohne OP. Sein Fußgelenk wird für den Heilungsverlauf mit einem Spezialstiefel ruhig gestellt. Doch der bereitet ihm starke Schmerzen hinten am Fuß. Und die Schmerzen werden schlimmer und schlimmer. Auch ohne Stiefel. Das erste Schmerzmittel schlägt auf seinen Magen. Das zweite löst eine allergische Reaktion aus. Die extrem seltene Nebenwirkung des Medikaments sorgt für Symptome wie bei einem Schlaganfall. Die Symptome gehen, die Angst bleibt. An Arbeiten ist schon lange nicht mehr zu denken. Mit Mitte 40 ist Rolf F. Frührentner, ist psychisch so belastet, dass er kaum noch schlafen kann und leidet trotz Medikamenten weiter permanent unter furchtbaren Schmerzen an der Ferse.

Publiziert in Anästhesie