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16 Frauen nahmen jetzt als erste Absolventinnen der Teilzeitausbildung im Krankenhaus Düren ihre Examensurkunden entgegen. Mit ihnen freut sich eine ganze Schar von Kindern. Foto: Fred Schröder

Absolventinnen der ersten Teilzeit-Ausbildung erhalten ihre Examensurkunden

„Vor fünf Jahren waren wir die Exoten. Jetzt haben wir ein ungewöhnliches Angebot mit viel Engagement etabliert.“ Heinz Lönneßen, Leiter der Schule für Gesundheits- und Krankenpflege des Krankenhauses Düren und nach eigenem Bekunden „derzeit der stolzeste Schulleiter“, schaute in die Gesichter von 16 jungen Frauen, die etwas bisher Einmaliges vollbracht haben: In einer fünfjährigen Teilzeit-Ausbildung schafften sie den Abschluss zu Gesundheits- und Krankenpflegerinnen. Stolz nahmen die jungen Frauen, größtenteils von ihren Kindern begleitet, aus der Hand von Kreismedizinaldirektor Dr. Norbert Schnitzler ihre Examensurkunden entgegen.
„Wir brauchen alle, die bereit sind, diesen Weg zu gehen“, erinnerte Pflegedienstleiter Peter-Josef Dorn in der Feierstunde im Kongresszentrum an die Intention, mit der am Krankenhaus Düren der erste Teilzeitkurs in der Gesundheits- und Krankenpflegeausbildung der Region gestartet ist. Nur weil die Kindererziehung mit einer „normalen“ dreijährigen Ausbildung für viele junge Frauen nicht vereinbar sei, könne man deren Talent nicht brach liegen lassen. Und so starteten 20 junge Frauen mit Rücksicht auf Kinder und Familie vor fünf Jahren in die Teilzeit-Ausbildung. Fast alle hielten durch, zehn konnten vom Krankenhaus übernommen werden. Die übrigen haben bereits in  anderen Häusern eine Stelle gefunden.

„Wir sind damals gegen den Strom geschwommen“, erinnerte Geschäftsführer Dr. Gereon Blum an die Anfänge, die von einer gewissen Portion Skepsis begleitet worden seien. „Aber die Skeptiker wurden überzeugt“, stellt Dr. Blum fest und richtete ein großes Lob an die frisch gebackenen examinierten Gesundheits- und Krankenpflegerinnen: „Es ist eine Meisterleistung, trotz Familie und Kinder eine fünfjährige Ausbildung durchzuhalten.“
Dr. Norbert Schnitzler zeigte sich erfreut, dass „alle Frauen mit so viel Herzblut dabei waren“. Er lobte das Engagement von Dirk Murmann, der als Kursleiter auch „in das kalte Wasser geworfen wurde“.
Auch für die Kinder der Absolventinnen war es ein stolzer Tag. Sie strahlten mindestens so sehr wie ihre Muttis, als Dr. Schnitzler die Urkunden überreichte.
Die erfolgreichen Absolventinnen sind: Nouria Chabira, Laila Chaouki, Sandra Dickler, Nadine Diefenthal, Astrid Isecke, Dagmara Iwanczyk, Nadine König, Maren Laszczuk-Schmidt, Ariane Nankam Nana, Helena Pohl-Fischer, Myriam Scholz, Jacline Teschow, Helena Ulrich, Nataliya Vasyuta, Jutta Walk-Lamine und Susanne Winand.

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