headerline

Über Holz- und Metallplatten wurde der alte MRT durchs Foyer und den ZNA-Flur nach draußen gezogen. Gut drei Stunden dauerte der Transport.

Der alte Magnetresonanztomograph ist weg, das neue Gerät kommt am 3. Mai

Düren. Es ist ein riesiger logistischer Aufwand und an vielen Stellen Millimeter-Arbeit. Doch bisher läuft das Projekt „Neuer MRT" perfekt. Jetzt ist ein wichtiges Etappenziel erreicht worden: Der alte Magnetresonanztomograph, der zehn Jahre lang im Dürener Krankenhaus im Einsatz war, hat die Klinik verlassen. Das fünf Tonnen schwere Gerät wurde – alleine mit der Muskelkraft dreier starker Männer – aus seiner Kabine in der Radiologie durchs Foyer und den Flur entlang der Zentralen Notaufnahme nach draußen gebracht. Dort ist er mit Hilfe eines Krans, der auf dem Hubschrauberlandeplatz postiert war, zum Abtransport auf einen Lkw gehoben worden. Gut drei Stunden dauerte die Abschiedsreise des alten MRT.

Während für das zuverlässige, aber nicht mehr ganz zeitgemäße Gerät bereits ein Abnehmer gefunden ist, darf sich das Dürener Krankenhaus nun auf einen der modernsten Magnetresonanztomographen freuen: Am 3. Mai wird der Philips Ingenia 1,5 Tesla geliefert, der dann den umgekehrten Weg von der Rettungsdienst-Zufahrt durch den ZNA-Flur und das Foyer in seine Kabine nehmen wird.

Zwei Tage lang hatten Mitarbeiter eines Dienstleistungsunternehmens den Abtransport vorbereitet. Der Tomograph wurde vom Strom genommen und von der dazugehörigen technischen Einheit getrennt. Die Verkleidung wurde demontiert, bevor der MRT mit einem Druckluftkissen angehoben wurde, um die Transportrollen unter das Gerät schieben zu können. Bei alledem mussten die Fachleute immer mit äußerster Vorsicht agieren. Schließlich befindet sich in einem MRT flüssiges Helium, das auf minus 268 Grad Celsius gekühlt ist, mit seiner Kältewirkung den Kupferdraht der Spule supraleitend macht und so das Magnetfeld erzeugt.

Doch nicht nur am MRT waren vorbereitende Arbeiten nötig: Um dem Gerät seinen Weg zu bahnen, mussten eine komplette Wand und mehrere Türen demontiert werden. Und es musste viel gerechnet werden: Ein 70-seitiges Gutachten zur Statik gab vor, wie der Transport genau ablaufen muss, damit die Decke zwischen Keller und Erdgeschoss die fünf Tonnen des MRT tragen kann. Nachdem diese Rechnung nun von der Realität geprüft und für richtig befunden wurde, kann dem Transport des neuen Tomographen durchs Haus mit noch mehr Gelassenheit entgegengesehen werden.

Der neue MRT bietet dank volldigitaler Ausstattung nicht nur eine bessere Aufnahmequalität, sondern erhöht dank größerer Öffnung auch den Komfort für die Patienten. Interventionelle Eingriffe – auch unter Narkose – sind am neuen Gerät ebenfalls möglich. Inklusive aller Umbaumaßnahmen kostet der neue MRT rund 1,5 Millionen Euro.