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Chefarzt Prof. Andreas F. Kopp (rechts) und Oberarzt Dr. Peter Meid freuen sich über das Zertifikat, das die Radiologie im Krankenhaus Düren als Ausbildungszentrum für Interventionelle Radiologie auszeichnet. Foto: C. Lammertz

Ist die Rede von der Radiologie, dann denken wir zuallerst an Diagnosen. Röntgen, Computertomographie, Magnetresonanztomographie und andere bildgebende Verfahren liefern Befunde als Basis für die folgenden Behandlungen. Doch das Fach kann mehr: Seit vielen Jahren sind Radiologen auch therapeutisch tätig. In der Interventionellen Radiologie werden unter Bildkontrolle Gefäße geweitet, verschlossen oder erneuert, Gewebeproben entnommen und Tumore behandelt. All das geschieht mit kleinsten Einschnitten und ist damit besonders schonend für die Patienten. Die Klinik für Diagnostische und Interventionelle Radiologie im Krankenhaus Düren ist nicht nur auf diese Verfahren spezialisiert, sondern darf sich nun auch zertifiziertes Ausbildungszentrum für Interventionelle Radiologie nennen.

Die Deutsche Gesellschaft für Interventionelle Radiologie und minimal-invasive Therapie (DeGIR) und die Deutsche Röntgengesellschaft (DRG) haben dem Krankenhaus Düren das Zertifikat verliehen. Das kommunale Krankenhaus ist nach der Uniklinik Aachen erst das zweite Ausbildungszentrum in der Region. Schwerpunkt der Auszeichnung ist die Gefäßmedizin. „Egal ob es um die Weitung von Schlagadern geht, um Schäden an Becken- oder Beinarterien – viele Gefäßerkrankungen müssen heute nicht mehr offen operiert werden“, sagt Prof. Dr. Andreas F. Kopp, Chefarzt der Radiologie. So ist die Behandlung der Gefäßerkrankungen über die Jahre von der reinen Gefäßchirurgie zu einer interdisziplinären Aufgabe geworden. „Wir arbeiten dabei Hand in Hand mit unserer Gefäßchirurgie“, berichtet Oberarzt Dr. Peter Meid. Er ist einer der radiologischen Experten für die Gefäßmedizin. „Die Zusammenarbeit mit dem gefäßchirurgischen Team unseres Krankenhauses unter Leitung von Dr. Holm Reintges läuft hervorragend und ist für unsere Patienten sehr wertvoll“, betont der Radiologe.

Der interventionelle Teil mache inzwischen fast ein Drittel der Tätigkeiten in der Radiologischen Klinik aus, berichtet Prof. Kopp. Wie in der Gefäßmedizin mit den Chirurgen arbeite die Radiologie bei anderen Verfahren unter Bildkontrolle eng und sehr gut mit vielen weiteren Kliniken des Krankenhauses zusammen. „Das eröffnet uns die Möglichkeit, unseren jungen Ärzten und MTRAs eine weitgefächerte interventionelle Ausbildung anbieten zu können“, sagt Prof. Kopp. „Das macht uns für den medizinischen Nachwuchs zu einer sehr attraktiven Klinik“, freut sich der Chefarzt.    

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