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Ein mehr als 11 Tonnen schwerer Linearbeschleuniger wurde  mit einem 40-Meter-Kran von einer Spezialfirma im Krankenhaus Düren installiert.Ein mehr als 11 Tonnen schwerer Linearbeschleuniger wurde in dieser Woche mit einem 40-Meter-Kran von einer Spezialfirma im Krankenhaus Düren installiert.

Mussten Krebspatienten bisher zur Bestrahlungstherapie teilweise mehrmals in der Woche nach Aachen fahren, so gehört dies ab Anfang nächsten Jahres der Vergangenheit ein. Ab 2007 kann diese Behandlung am Krankenhaus Düren durchgeführt werden und kommt sowohl stationären als auch ambulanten Patienten zugute. Das Krankenhaus Düren baute für rund 750.000,- Euro ein neues Gebäude mit meterdicken Mauern aus Spezialbeton an, eine strahlentherapeutische Praxis investiert rund 2,5 Mio. Euro in einen sogenannten Linearbeschleuniger, der jetzt in einer aufwändigen Aktion in einschwebte.

Mit jährlich mehr als 10 Millionen diagnostizierten Neuerkrankungen weltweit ist Krebs immer noch eine der häufigsten Todesursachen. Seit Mitte des 20. Jahrhunderts, als die Diagnose Krebs gewöhnlich einem Todesurteil gleichkam, sind jedoch viele Krebsarten viel besser therapierbar geworden. Dies ist neben dem Fortschritt bei der medikamentösen Behandlung auch den gewaltigen Entwicklungen auf dem Gebiet der Strahlentherapie, der sogenannten Radioonkologie, zu verdanken, die inzwischen - alleine oder in Kombination mit anderen Therapien - bei einem hohen Prozentsatz der Krebspatienten eingesetzt wird.

Ein mehr als 11 Tonnen schwerer Linearbeschleuniger wurde  mit einem 40-Meter-Kran von einer Spezialfirma im Krankenhaus Düren installiert.Ziel der Strahlentherapie ist die Zerstörung von Krebszellen durch gezielten Therapie mit Hochenergie-Röntgenstrahlen bzw. Elektronen. Durch die Bestrahlung werden die Krebszellen geschädigt, sterben ab und werden vom Körper abgestoßen. Gesunde Zellen, die nur einer geringen Strahlendosis ausgesetzt werden, können sich selbst reparieren und überleben. Die Herausforderung für den Radioonkologen besteht bei jedem Patienten in der Frage, wie eine ausreichende Dosis Röntgenstrahlen appliziert werden kann, mit der die Krebszellen zerstört werden, ohne gleichzeitig die umgebenden gesunden Zellen in Mitleidenschaft zu ziehen. Die Suche nach einfachen und effektiven Lösungen für dieses Problem stand in den letzten Jahrzehnten im Zentrum der meisten technischen Entwicklungen auf dem Gebiet der Strahlentherapie. Mit Hilfe von aufwändiger Computersteuerung und -planung fällt es dem Radioonkologen heute erheblich leichter, einen Tumor mit einer optimalen Dosis effektiv und ohne Gefährdung des Patienten zu zerstören.

Priv.-Doz. Dr. med. Michael Flaßhove, leitender Arzt der Klinik für Hämatologie und internistische Onkologie sowie Dr. med. Ursula Schleicher, niedergelassene Strahlentherapeutin am Krankenhaus Düren, freuen sich, dass so in Kürze alle wichtigen Verfahren zur Behandlung von Tumorpatienten in Düren verfügbar sind. Gerade in diesen schwierigen Lebensphasen ist es wichtig, dem Patienten kurze wohnortnahe Behandlungswege und einen hohen Anteil ambulanter Behandlungen anzubieten.

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