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Einweihung des neuen LinearbeschleunigersIn der Praxis für Strahlentherapie am Krankenhaus Düren wurde der neue Linearbeschleuniger eingeweiht.

Mit jährlich mehr als 10 Millionen diagnostizierten Neuerkrankungen weltweit ist Krebs immer noch eine der häufigsten Todesursachen. Seit Mitte des 20. Jahrhunderts, als die Diagnose Krebs gewöhnlich einem Todesurteil gleichkam, sind jedoch viele Krebsarten viel besser therapierbar geworden. Dies ist neben dem Fortschritt bei der medikamentösen Behandlung auch den gewaltigen Entwicklungen auf dem Gebiet der Strahlentherapie, der sogenannten Radioonkologie, zu verdanken, die inzwischen - alleine oder in Kombination mit anderen Therapien - bei einem hohen Prozentsatz der Krebspatienten eingesetzt wird.

Ziel der Strahlentherapie ist die Zerstörung von Krebszellen durch gezielten Therapie mit Hochenergie-Röntgenstrahlen bzw. Elektronen. Durch die Bestrahlung werden die Krebszellen geschädigt, sterben ab und werden vom Körper abgestoßen. Gesunde Zellen, die nur einer geringen Strahlendosis ausgesetzt werden, können sich selbst reparieren und überleben. Die Herausforderung für den Radioonkologen besteht bei jedem Patienten in der Frage, wie eine ausreichende Dosis Röntgenstrahlen appliziert werden kann, mit der die Krebszellen zerstört werden, ohne gleichzeitig die umgebenden gesunden Zellen in Mitleidenschaft zu ziehen. Die Suche nach einfachen und effektiven Lösungen für dieses Problem stand in den letzten Jahrzehnten im Zentrum der meisten technischen Entwicklungen auf dem Gebiet der Strahlentherapie. Mit Hilfe von aufwändiger Computersteuerung und -planung fällt es dem Radioonkologen heute erheblich leichter, einen Tumor mit einer optimalen Dosis effektiv und ohne Gefährdung des Patienten zu zerstören.

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