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Pfarrer Anton Straeten und Pfarrerin Irene Weyer feierten den Festgottesdienst zum 20. Geburtstag der Krankenhauskapelle. Foto: Christoph Lammertz

Festgottesdienst zum Auftakt der Aktionswoche „20 Jahre ökumenische Kapelle"

Düren. Für Pfarrer Anton Straeten ist sie „das Herz der Seelsorge im Krankenhaus Düren" – und das seit 20 Jahren. Mit einer Aktionswoche wird in der Klinik an der Roonstraße der runde Geburtstag der ökumenischen Kapelle gefeiert.

Zur Eröffnung feierte der katholische Krankenhausseelsorger mit Pfarrerin Irene Weyer von der evangelischen Seelsorge einen Festgottesdienst. „Ich habe lange für diese Kapelle gekämpft", erinnerte Straeten an den Beginn der 90er-Jahre. Damals trug er der Krankenhaus-Geschäftsführung den Wunsch vor, im Herzen der Klinik ein kleines Gotteshaus zu schaffen, das anders als die Kapelle im Park des Krankenhauses auch für Patienten erreichbar ist, die weniger mobil sind. „Da in unserem Haus eigentlich immer akute Raumnot herrscht, war die Überzeugungsarbeit nicht so einfach", berichtete Straeten und bedankte sich beim ehemaligen Geschäftsführer Peter Neumann, dass er die Kapelle damals genehmigte und an der Realisierung aktiv beteiligt war. 50.000 D-Mark kostete der Umbau im Erdgeschoss des Krankenhauses, 90.000 D-Mark die Inneneinrichtung. Das Bistum Aachen trug gut ein Drittel zur Finanzierung bei, die Evangelische Gemeinde 10.000 D-Mark, der übrige Teil wurde durch Spenden zusammengebracht.

Nach seinem kurzen Blick in die Historie wies Pfarrer Straeten auf drei Besonderheiten in der kleinen Kapelle hin: das von Prof. Dr. Peter Rathert gespendete Kreuz, die von Prof. Clemens Fischer entworfenen Fenster und den Osterleuchter.

Alle drei werden im Lauf der Woche noch genauer in den Blick genommen. Als einen „Ort der Ruhe, der Entlastung, des Innehaltens und des Durchatmens", stellte Irene Weyer die Krankenhauskapelle vor. Sie sei der Ort für die Bitte um Beistand und den Dank an Gott. Aber auch Verzweiflung und das Hadern und Ringen mit Gott hätten dort ihren Platz.

„Das ist vermutlich der sakrale Raum in Düren, der pro Quadratmeter am meisten besucht wird", sagte Vizebürgermeister Rainer Guthausen in einem Grußwort im Anschluss an den Gottesdienst. Die Kapelle habe eine Atmosphäre, die innere Zufriedenheit schaffe, und sei für viele Menschen ein wichtiger Anlaufpunkt. „Wenn wir den Raum nicht hätten, müsste er erfunden werden", resümierte Guthausen. Hartmut Nesselrath, Prokurist des Krankenhauses, sprach von einer „Oase der Ruhe und des Trostes". Die Kapelle sei wie eine gute Krankenschwester, „die der liebe Gott eingestellt hat". Eine gute Krankenschwester, zu der man sich wenden könne, die zuhöre. Dem haupt- und ehrenamtlichen Seelsorgeteam des Krankenhauses dankte Nesselrath für dessen wertvolle Arbeit.