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Auszug aus dem Testament Lamerbertus van Duren vom 27.11.1417Am 27. November 1417 setzte ein gewisser Lambertus van Duren sein Testament auf.

Er war zu diesem Zeitpunkt Bürgermeister in Köln und vermachte neben den Hospitälern in Köln und Deutz auch dem Hospitale zu Düren je eine Mark Kölner Pagament, zum damaligen Zeitpunkt eine hohe Summe.

Das als St. Agatha-Hospital bezeichnete Haus lag nach einer Zeichnung Wenzel Hollars aus dem Jahre 1634 vermutlich an der Ecke Weierstrasse/ Wilhelmstrasse.

Wahrscheinlich ist das Haus aber mindestens 100 Jahre älter, beim Dürener Stadtbrand von 1543 wurden leider alle Urkunden zerstört.

Die erste Nennung in einer Dürener Urkunde stammt aus dem Jahre 1429.

Hospitäler in der damaligen Zeit sind in keiner Weise mit den Vorstellungen unserer modernen Medizin zu vergleichen.

Vielmehr entstanden die meisten Hospitäler als Armen-, Pest- oder Siechenhäuser.

Testament Labertus van Durens 27.11.1417Düren zeigte sich im Mittelalter aufgrund seiner Lage an der Rur und seiner Lage an der Aachen-Frankfurter Heerstrasse als aufstrebende Stadt. Der Jakobspilgerweg und die ab 1500 einsetzende Annawallfahrt brachten große Pilgerströme in die Stadt.

Auch das St. Agatha-Hospital diente zunächst als Fremden- und Pilgerhospital.

In einer Urkunde vom 1. April 1522 werden der Bürgermeister und der Rat als Provisoren, also als Träger des Hauses bezeichnet.

Die Verwaltung hatten sie einem Gasthausmeister übertragen.

Dieser erste Hinweis auf eine kommunale Trägerschaft wird durch weitere Rechnungen aus dem 16. Jhdt. bestätigt.

Bei der schweren Zerstörung Dürens im Jahre 1543 durch die Truppen Kaiser Karls V. in der Auseinandersetzung mit dem Jülicher Herzog Wilhelm V. wurde auch das Hospital völlig zerstört.

Quellenangaben

Urkunden, Testamente und Gasthausrechnungen: Stadtarchiv Düren - Historisches Archiv der Stadt Köln -Brans, H.O.: Hospitäler, Siechenhäuser bis zum Ende des 18. Jahrhunderts - Ruland, Gottfried: Geschichte des Medizinalwesens der Stadt Düren bis zum Jahre 1910, Med. Dis. Düsseldorf 1939. Weitere Informationen per Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!