Besteht der Verdacht auf Darmkrebs, liefert eine Blutuntersuchung dem Arzt wertvolle Informationen über den Allgemeinzustand des Patienten und über die einzelnen Organe, wie Leber und Nieren.

In der Krebsdiagnostik werden folgende Laboruntersuchungen am häufigsten durchgeführt:

 

• Blutbild

Bei einem Blutbild wird die Zahl von roten Blutkörperchen (Erythrozyten), weißen Blutkörperchen (Leukozyten), Blutplättchen (Thrombozyten) sowie die Menge des roten Blutfarbstoffs (Hämoglobin) in einer Blutprobe bestimmt.

Die roten Blutkörperchen transportieren den Sauerstoff von der Lunge in den gesamten Körper und sind für die Energiegewinnung lebensnotwendig. Ein gesunder erwachsener Körper verfügt über rund 25.000 Milliarden rote Blutkörperchen.

 

Hämoglobin

Referenz-/  Normalwerte

alte Einheit

SI-Einheit

Männer

14-18 g/100 ml

8,69-11,17 mmol/l

Frauen

12-16 g/100 ml

7,45-9,93 mmol/l

Sind im Körper zu wenige rote Blutkörperchen vorhanden oder ist der Hämoglobinwert zu niedrig, spricht man von Blutarmut (Anämie).

Die Aufgabe der weißen Blutkörperchen ist die Abwehr von Krankheitserregern - sie sind gewissermaßen die Blutpolizei. Findet ein krankhafter Prozess im Körper statt, steigt oder fällt die Anzahl der Leukozyten. Sind sie deutlich erhöht liegt möglicherweise eine bakterielle Infektion vor, die der Körper gerade bekämpft. Auch Medikamente zur Behandlung von Krebs können die Leukozyten im Blut reduzieren. Während einer Chemotherapie muss deswegen regelmäßig das Blutbild kontrolliert werden.

 

Leukozyten

Referenz-/  Normalwerte

alte Einheit

SI-Einheit

Erwachsene

4-10 Tausend/µl

4-10 *109/l

 

Die Blutplättchen sind wichtig für die Blutstillung und Blutgerinnung.

Ist eine Gefäßwand verletzt, kleben sie aneinander und bilden einen Pfropf. Dadurch verhindern sie, dass Blut verloren geht und Keime in den Körper gelangen. Gleichzeitig setzen sie Stoffe frei, die die Blutgerinnung in Gang setzen. Sind zu wenige Blutplättchen im Blut, kommt es zu einer verstärkten Blutungsneigung. Auch durch Bestrahlung oder Zytostatika bei einer Chemotherapie kommt es gelegentlich zu einer Verminderung der Blutplättchenzahl.

 

Thrombozyten

Referenz-/  Normalwerte

alte Einheit

SI-Einheit

Erwachsene

150-400 Tausend/µl

150-400 *109/l

 

• Blutgerinnung

Das Gerinnungssystem schützt den Körper vor Blutungen und Blutverlusten bei äußeren Verletzungen oder Gefäßveränderungen im Inneren.

Die Blutgerinnung ist ein komplexes Zusammenspiel von Blutplättchen und verschiedenen Gerinnungsfaktoren, das wie eine Kettenreaktion abläuft. Mit jeder einsetzenden Gerinnung werden gleichzeitig Stoffe aktiviert, die die Gerinnung hemmen beziehungsweise Blutgerinnsel wieder auflösen können.

Funktionsstörungen der Leber können eine fehlerhafte Gerinnung zur Folge haben, da viele Gerinnungsfaktoren in der Leber gebildet werden.

 

• Leberwerte

Die Leber ist in unserem Körper das Entgiftungsorgan. Außerdem produziert sie zahlreiche Substanzen, wie lebenswichtige Enzyme, die für den gesamten Stoffwechsel eine zentrale Rolle spielen.

 

• Nierenwerte

Die Niere ist das Kontrollorgan der Körperflüssigkeiten und sorget dafür, dass Volumen und Zusammensetzung des Blutes konstant bleiben. Sie filtert Substanzen aus dem Blut und sondern sie ab. Ist die Funktion der Niere gestört, steigt der Kreatininwert im Blut, weil die Niere ihn nicht ausreichend herauszufiltern vermag.

Der Harnstoffwert Ist vor allem dann erhöht, wenn im Körper verstärkt Gewebe abgebaut wird. Erhöhte Nierenwerte geben auch Hinweise auf einen Urinstau, der durch einen großen Darmtumor verursacht werden kann.