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Infektiologe Dr. Bernhard Heising und Hygienefachkraft Vincent Buurman-Hölzl freuten sich über den Besuch von Edith und Heinz Stawicki am Infostand zum Thema Sepsis in der Eingangshalle des Krankenhauses Düren.

Die Sterblichkeit bei Sepsis, der sogenannten „Blutvergiftung“, ist in Deutschland höher als in anderen Industrieländern. Überlebende Patienten leiden oft an schweren Folgeschäden. Um über die Gefahren und die Symptome der Sepsis aufzuklären, hat das Zentrum für Infektiologie und Krankenhaushygiene (ZIK) in der Eingangshalle des Krankenhauses Düren Informationstafeln aufgestellt. Patienten und Besucher können sich dort über dieses wenig bekannte Krankheitsbild informieren, an dem jährlich weltweit mehr als 6 Millionen Menschen sterben und das zugleich als die häufigste vermeidbare Todesursache gilt.

Eine besondere Freude war es für Infektiologe Dr. Bernhard Heising und Hygienefachkraft Vincent Buurman-Hölzl, an den Informationstafeln Heinz Stawicki und seine Ehefrau Edith zu treffen. Der heute 81-Jährige wurde 2013 mit einem schweren septischen Schock ins Krankenhaus eingeliefert und konnte gerettet werden. Nach monatelanger Intensivbehandlung inklusive „künstlichem Koma“ gelang es ihm, sich wieder ins Leben zurückzukämpfen. Dass es ihm heute wieder gut geht und er sogar wieder sportlich aktiv ist, verdankt er auch der Tatsache, dass die Dürener Rettungskräfte und Ärzte regelmäßig zur Erkennung und rechtzeitiger Therapie der Sepsis geschult werden und deshalb die Symptome richtig gedeutet haben. „Zu den Zeichen für eine Sepsis gehören Herzrasen, schnelle Atmung, Verwirrung, Fieber oder Zittern, Schwäche oder Muskelschmerzen, keinen Urin absetzen können, Hautausschlag, verfärbte Haut und sich todkrank fühlen“, sagt Dr. Heising. „Mit mehreren dieser Zeichen sollte sofort man den Rettungsdienst unter Telefon 112 alarmieren und das Stichwort Sepsis nennen.“

Die Aufklärungsarbeit und die Schulungen zum Thema Sepsis gehen im Kreis Düren im Übrigen weiter: Für Ärzte und Pflegende hält Prof. Konrad Reinhart, Vorsitzender der Deutschen Sepsis Stiftung, am Mittwoch, 25. September, um 17 Uhr im Dürener Kreishaus einen Fachvortrag zum Thema „Prävention und Management der Sepsis“.