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Viel los am Informationsstand der Hygiene-Fachkräfte: Der Tag der Händehygiene stieß im Krankenhaus Düren auf große Resonanz. Foto: Christoph Lammertz

Große Resonanz auf den Tag der Händehygiene im Krankenhaus Düren

Sie sorgen immer wieder für Schlagzeilen: multiresistente Keime und andere gefährliche Krankheitserreger, mit denen sich Patienten in einer Klinik infizieren. Ziel eines jeden Krankenhauses ist es, die Infektionsgefahr auf ein Mindestmaß zu reduzieren, im Idealfall völlig einzudämmen. Dazu bedarf es einer Vielzahl strenger Vorgaben, einer Belegschaft, für die das Einhalten dieser Vorgaben eine Selbstverständlichkeit ist, und einer effektiv arbeitenden Hygiene-Abteilung. Im Krankenhaus Düren sind diese Voraussetzungen geschaffen. Die Verleihung des euregionalen Hygienesiegels „Euprevent“ vor einigen Monaten ist dafür das sichtbare Zeichen. Doch sich darauf auszuruhen ist für die Verantwortlichen an der Roonstraße keine Option. „Wir müssen ständig am Ball bleiben“, sagt Hygienefachkraft Frank Rey.

Mit seinem Kollegen Stefan Horbach und Betriebsmedizinerin Dr. Barbara Müller-Nyamoya hat er deshalb nun einen Tag der Händehygiene im Krankenhaus veranstaltet. Sehr viele Mitarbeiter, aber auch viele Besucher informierten sich über die nicht hoch genug einzuschätzende Bedeutung der Händehygiene im Krankenhaus. Ganz praktisch gab es zudem die Möglichkeit, noch einmal die korrekte Desinfektion der Hände zu üben und sich anschließend selber unter Schwarzlicht zu kontrollieren.
„Weltweit stehen Infektionserkrankungen nach den Herz-Kreislauf-Erkrankungen an zweiter Stelle und sind für 25 Prozent aller Todesfälle verantwortlich“, weiß Frank Rey. Die Krankenhaushygiene sei einer der wichtigsten Bausteine im Rahmen der Verhütung von Infektionen, betont der Experte. Eine gewissenhafte Händehygiene sei dabei elementar. „Natürlich wissen bei uns alle, dass sie zum Beispiel bei jedem Gang ins Patientenzimmer und ebenso wieder beim Verlassen des Zimmers ihre Hände desinfizieren müssen. Uns ging es aber darum, noch einmal daran zu erinnern, dass dies gründlich und gewissenhaft zu geschehen hat“, erklärt Stefan Horbach. Behilflich war dabei die Firma Ecolab, die für den Tag der Händehygiene eine Schwarzlicht-Box zur Verfügung stellte. Mit ihrer Hilfe konnte jeder überprüfen, welche Handbereiche er ausreichend benetzt hat und wo zu wenig vom Desinfektionsmittel hingelangt ist.
Da natürlich vielfach auch gefährliche Keime von Krankenhausbesuchern in die Klinik gebracht werden, nutzten die Hygiene-Experten den Aktionstag auch, um Besucher ausführlich über die Gefahren aufzuklären und ihnen die Händedesinfektion ans Herz zu legen. Schon am Eingang des Krankenhauses hängt ein Desinfektionsmittelspender, ebenso an den Aufzügen, in allen Patientenzimmern und an vielen weiteren Stellen.

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