Das Adipositas-Zentrum am Krankenhaus Düren
Magenverkleinerung ohne Operation – individuell, schonend und effektiv
Im Krankenhaus Düren bieten wir in unserem Adipositas-Zentrum ein umfassendes Spektrum moderner endoskopischer Adipositas-Verfahren an. Unser Ziel ist es, Patientinnen und Patienten aus Düren, Köln, Aachen und ganz Nordrhein-Westfalen eine medizinisch fundierte, minimalinvasive Alternative zur Adipositaschirurgie zu ermöglichen. Als Adipositas-Spezialisten vereinen wir medizinische Expertise, modernste Endoskopietechnik und persönliche Betreuung für eine nachhaltige Gewichtsreduktion.
Was ist die endoskopische Adipositas-Therapie?
Unter endoskopischer Adipositas-Therapie versteht man minimalinvasive Verfahren, die über den Mund durchgeführt werden und ohne chirurgische Schnitte oder Narben auskommen. Ziel ist es, das Magenvolumen zu verkleinern oder die Nahrungsaufnahme durch innere Nahttechniken oder Platzhalter wie Ballons zu reduzieren. Diese Methoden ermöglichen eine effektive Gewichtsreduktion mit deutlich geringeren Risiken und kürzerer Erholungszeit als klassische Adipositas Operationen.
Endoskopischer Schlauchmagen (Endo-Sleeve/ESG)
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Wie funktioniert der Schlauchmagen?
Die endoskopische Sleeve Gastroplastie (ESG), auch Endo-Sleeve genannt, ist ein innovatives Verfahren zur Magenverkleinerung ohne chirurgischen Eingriff. Dabei wird der Magen über ein spezielles Endoskop mit dem OverStitch-System von innen gefaltet und mit mehreren Nähten in eine schlauchförmige Form gebracht. So wird das Magenvolumen um etwa 60–70 % reduziert – ganz ohne Schnitte, Narben oder Gewebeentfernung.
Der Eingriff erfolgt unter Sedierung oder in Narkose und dauert etwa 60–90 Minuten. Bereits am Folgetag kann in der Regel wieder flüssig-nahrhafte Kost aufgenommen werden. Durch die Verkleinerung des Magens tritt das Sättigungsgefühl deutlich früher ein, was eine nachhaltige Gewichtsreduktion unterstützt.
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Vorteile des Schlauchmagens
- Keine Operation, keine äußeren Narben
- Kürzerer stationärer Aufenthalt (1–2 Tage)
- Rasche Erholung und Rückkehr in den Alltag
- Reversibel und kombinierbar mit anderen Verfahren
- Durchschnittlich 15–20 % Gewichtsreduktion im ersten Jahr
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Für wen eignet sich das Verfahren?
Der Schlauchmagen ist besonders geeignet für Menschen mit:
- BMI zwischen 30 und 40 kg/m²
- erfolglosen konservativen Abnehmversuchen
- Wunsch nach nicht-chirurgischer Adipositas-Therapie
- Kontraindikationen oder Ängsten vor einer Operation
Das Verfahren kann auch als Zwischenschritt vor einer chirurgischen Adipositas-Operation sinnvoll sein.
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Ablauf der Behandlung
1. Vorgespräch & Diagnostik – ausführliche Anamnese, Ernährungsberatung, Labor & Sonographie
2. Endoskopischer Eingriff – minimalinvasiv über den Mund mit dem OverStitch-System (ca. 60–90 Minuten)
3. Kurzer stationärer Aufenthalt – meist nur 1–2 Tage
4. Nachsorge & Ernährungscoaching – strukturierte Nachbetreuung durch unser Team -
Häufige Fragen (FAQ)
Wie viel Gewicht verliert man mit einem Schlauchmagen?
Im Durchschnitt 15–20 % des Körpergewichts innerhalb des ersten Jahres – je nach Ernährung und Lebensstil.
Ist der Eingriff reversibel?
Ja. Der Schlauchmagen kann theoretisch rückgängig gemacht werden, da keine Magenanteile entfernt werden.
Wie sicher ist das Verfahren?
Der Schlauchmagen gilt als sicheres, minimalinvasives Verfahren mit sehr geringer Komplikationsrate, wenn sie in erfahrenen Zentren durchgeführt wird.
Wird die Schlauchmagen Operation von der Krankenkasse übernommen?
Derzeit ist die Operation meist eine Selbstzahlerleistung. Wir beraten Sie transparent zu Kosten und Finanzierungsmöglichkeiten.
Magenballon (Orbera® & andere Systeme)
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Wie funktioniert der Magenballon?
Der Magenballon ist ein bewährtes, temporäres Verfahren, bei dem ein weicher Silikonballon endoskopisch in den Magen eingebracht und mit Flüssigkeit gefüllt wird. Dadurch reduziert sich das Magenvolumen, und das Sättigungsgefühl tritt schneller ein.
Einsatzdauer: 6–12 Monate
Zielgruppe: BMI 27–40 kg/m², zur Überbrückung oder Vorbereitung einer ESG oder Operation -
Vorteile des Magenballons
- ambulant oder kurzstationär
- vollständig reversibel
- motivierende Gewichtsabnahme als Einstieg in ein neues Essverhalten
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Durchschnittliche Gewichtsreduktion
nach 3 Monaten: ca. 8–10 % des Ausgangsgewichts
nach 6 Monaten: ca. 12–15 % des Ausgangsgewichts
nach 12 Monaten (z.B. Obera®-Ballon): ca. 15–18 % des Ausgangsgewichts
Beispiel: Ein Patient mit 110 kg verliert durchschnittlich 13–16 kg nach 6 Monaten und 15–20 kg nach 12 Monaten.
Langzeiterfolg: Entscheidend ist eine strukturierte Nachsorge mit Ernährungsberatung, Bewegungstraining und ggf. psychologischer Begleitung. So können bis zu 70 % des erreichten Gewichtsverlusts langfristig gehalten werden.
TORe – Transorales Outlet-Repair nach Magenbypass
Das TORe-Verfahren ("Transoral Outlet Reduction") ist ein endoskopisches Verfahren zur Behandlung von Gewichtszunahmen nach einem Magenbypass. Dabei wird die Verbindung zwischen Magenpouch und Dünndarm (Gastrojejunostomie) durch eine endoskopische Nahttechnik wieder verengt. Ziel ist die Wiederherstellung des ursprünglichen Sättigungsgefühls und die Reduktion der Nahrungsmenge. Das Verfahren erfolgt ohne Operation und ist mit einer sehr kurzen Erholungszeit verbunden.
Endoskopisches Re-Sleeve – erneute Schlauchmagen-OP
Nach einer früheren Schlauchmagen Operation kann sich der Magen im Verlauf wieder erweitern. Das “endoskopische Re-Sleeve”, also eine erneute Verkleinerung des Magens durch innere Nähte (ohne eine zweite Operation) kann das Ergebnis der ursprünglichen Schlauchmagen-OP schonend und effektiv wiederherstellen.
Erhalten Sie in diesem Video Eindrücke des Endo-Sleeve-Verfahrens
Kosten & mögliche Kostenübernahme
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Werden die Kosten von meiner Krankenkasse übernommen?
Derzeit ist die endoskopische Sleeve Gastroplastie (ESG), also eine Schlauchmagen Operation und die meisten anderen endoskopischen Adipositas-Verfahren wie z.B. der Magenballon in der Regel eine Selbstzahlerleistung. In Einzelfällen können Krankenkassen jedoch die Kosten nach individueller Prüfung oder auf Antrag übernehmen.
Wir beraten Sie gern zu den Möglichkeiten einer individuellen Kostenübernahme und unterstützen Sie auf Wunsch bei der Antragstellung bei Ihrer Krankenkasse.
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Eine Kostenübernahme kann möglich sein, wenn:
- konservative Maßnahmen zur Gewichtsreduktion (z.B. Ernährungs- und Bewegungstherapie) nachweislich erfolglos waren,
- ein strukturierter Nachweis über Sport- oder Bewegungsprogramme vorliegt,
- eine psychotherapeutische Begleitung oder Begutachtung erfolgt ist,
- relevante Begleiterkrankungen wie Diabetes, Bluthochdruck oder Fettleber bestehen,
- und die medizinische Indikation durch ein Fachzentrum dokumentiert ist.
Wir beraten Sie gern zu den Möglichkeiten einer individuellen Kostenübernahme und unterstützen Sie auf Wunsch bei der Antragstellung bei Ihrer Krankenkasse.
Ihre Vorteile im Krankenhaus Düren
- modernste Endoskopietechnik mit OverStitch-System
- erfahrenes interdisziplinäres Team aus Gastroenterologie, Chirurgie und Ernährungsmedizin
- persönliche Beratung & strukturierte Nachsorge
- zentrale Lage zwischen Köln und Aachen
Ihr Ansprechpartner
Chefarzt
Dr. med. Markus Schaaf
Facharzt für Innere Medizin und Gastroenterologie
Kontakt
Klinik für Gastroenterologie, Hepatologie und Diabetologie (Darm-, Leber- und Stoffwechselerkrankungen)
Krankenhaus Düren
Roonstraße 30
52351 Düren
IM2-DUR@artemed.de
Chefarztsekretariat: Sabrina Müermann
T 02421 30-1312
F 02421 30-191812
Sekretariat-Gastroenterologie-DUR@artemed.de
Telefonische Sprechzeit:
Mo+Di 08:00-16:00 Uhr
Mi-Fr 08:00-13:30 Uhr
Gerne können Sie uns auch eine E-Mail mit Ihrem Anliegen und Ihren Kontaktdaten zukommen lassen unter Sekretariat-Gastroenterologie-DUR@artemed.de.
Wir sind bemüht, Ihr Anliegen zeitnah zu bearbeiten.
Ärztliche Zuweiser und Hausärzte können den diensthabenden Oberarzt Mo – Fr in der Zeit von 8-16 Uhr unter der Rufnummer 02421-30-10150 erreichen.


