Die aktive Einbindung von Angehörigen ist für uns als wesentlicher Bestandteil einer humanen und erfolgreichen Intensivtherapie wichtig. Deshalb halten wir es für notwendig, dass gerade bei schwerstkranken Intensivpatientinnen und -patienten täglich einmal ein Arzt-/Angehörigenkontakt stattfindet und über den Zustand der Patienten verständlich gesprochen werden kann. Dabei werden bei Bedarf auch ethische Fragestellungen besprochen. Gerade bei der Frage, ob eine Therapiereduktion bzw. Therapieziel-Änderung erfolgen kann, muss ein klares Vorgehen einvernehmlich festgelegt werden. Die intensivmedizinischen Behandlungsleiter treffen im Konsens mit den primär Behandelnden der Fachabteilungen, den betreuenden Pflegekräften und in enger Abstimmung mit den Angehörigen eine Entscheidung über eine eventuelle Änderung des Therapieziels. Basis für diese Entscheidung ist der mutmaßliche Wille der Patienten, der in Rücksprache mit den Angehörigen eruiert wird. Liegt eine Patientenverfügung vor, so wird diese auf Aktualität und Richtigkeit überprüft und dient im Angehörigengespräch als Grundlage. Die Therapieziel-Änderung wird schriftlich festgehalten und das Therapiekonzept im Behandlungsteam kommuniziert.
Wir bitten um Verständnis, dass bei teilweise sehr zeitaufwändigen Behandlungen auf der Intensivstation für Besucher längere Wartezeiten entstehen können. Wir freuen uns zusammen mit unseren Patienten über Besuch, der bei der Genesung einen erheblichen Anteil haben kann, können aber unsere ärztlichen und pflegerischen Maßnahmen nicht immer außerhalb der Besuchszeiten durchführen.
Unsere Patienten werden kontinuierlich überwacht. Dafür sind diverse Schläuche und Kabel am Patienten notwendig. Alarme der Überwachungsmonitore werden dabei nicht nur im Patientenzimmer, sondern auch zentral angezeigt und aufgezeichnet und lösen häufig keine für Patienten und Besucher direkt erkennbare Handlung unseres Teams aus. Sie können aber versichert sein, dass für unsere Patienten hohe Sicherheitsanforderungen bestehen.