Bei einer Patientin mit einer Aortendissektion Typ B (Einriss der inneren Wand der Hauptschlagader im Brustbereich) entwickelte sich im weiteren Verlauf ein sogenanntes thorakoabdominelles Aortenaneurysma (eine gefährliche Aussackung der Hauptschlagader vom Brust- bis in den Bauchraum). Diese Erkrankung zählt zu den komplexesten Herausforderungen in der Gefäßmedizin.
Die Behandlung erfolgte im Rahmen einer mehrstufigen, endovaskulären Therapie (Behandlung von innen über die Blutgefäße, ohne offene Operation), die sich über mehrere Monate erstreckte. Im abschließenden Schritt wurde erstmals am Krankenhaus Düren eine multiverzweigte thorakoabdominelle Stentprothese (eine spezielle Gefäßstütze mit mehreren Abzweigungen zur Versorgung wichtiger Organe) eingesetzt.
Der hochkomplexe Eingriff wurde erstmals durch Oberarzt Dr. Al-Shuaibi unter der Leitung von Dr. Dammrau und Chefarzt Dr. Andraos durchgeführt.
Besonders bemerkenswert ist, dass der gesamte Eingriff minimalinvasiv (besonders schonend) erfolgen konnte. Die Prothese wurde ausschließlich über kleine Gefäßzugänge durch die Haut (Gefäßpunktionen) eingebracht – ohne großen Hautschnitt und ohne offene Operation.
Nach erfolgreichem Abschluss der Behandlung konnte die Patientin bereits nach Hause entlassen werden und befindet sich in guter Erholung.
Der Fall zeigt, dass die Gefäßchirurgie am Krankenhaus Düren über modernste medizinische Technik verfügt und auch sehr komplexe Erkrankungen der Hauptschlagader auf hohem fachlichem Niveau behandeln kann – schonend, innovativ und mit klarem Fokus auf das Wohl der Patientinnen und Patienten.


